Ursprünglich war die Veröffentlichung von BioShock Infinite für Oktober dieses Jahres geplant, nun müssen Fans der Shooter-Reihe aber noch einige Monate länger auf das Spiel warten. Publisher Take Two gab heute als neuen Termin den 26. Februar 2013 bekannt.
Das gab Take Two heute per Pressemitteilung bekannt. Darin wird Kevin Levine, Creative Director beim Bioshock- Infinite-Entwickler Irrational Games, zitiert, wonach man bei der Ankündigung des Spiels zunächst zuversichtlich gewesen sei, den Oktober-Termin halten zu können.
"Seither haben wir aber neue Möglichkeiten entdeckt, wie wir aus Infinite noch etwas viel Außergewöhnlicheres machen können", so Levine. "Deshalb wollen wir unserem talentierten Team die Zeit geben, die es braucht, um das bestmögliche Spiel abzuliefern."
Gegenüber dem Gaming-Blog 'Kotaku' hat Levine mittlerweile die Gründe für die Verschiebung näher erläutert und meinte, dass das neue Bioshock ein wirklich umfangreiches Spiel sein wird und man Spielelemente plane, die bisher noch nie jemand in einem Shooter umgesetzt hat. Auch beim ersten Teil habe es einige Verzögerungen gegeben, so habe man seinerzeit dessen Veröffentlichung ebenfalls verschieben müssen, da etwa die Big Daddies nicht das waren, was die Spieler später kennen und lieben gelernt hätten.
Bioshock Infinite ist die zweite Fortsetzung des hochgelobten Ego-Shooter-Adventures aus dem Jahr 2007. Im Gegensatz zu den ersten beiden Ausgaben ist der Schauplatz dieses Mal nicht die Unterwasserwelt Rapture, sondern eine fliegende Stadt.
In Infinite übernimmt der Spieler die Rolle von Booker DeWitt, der in einem Paralleluniversum im Jahr 1912 in die fliegende Stadt Columbia geschickt wird. Dort soll er eine Frau namens Elisabeth befreien, was aber naturgemäß komplizierter ist als erwartet.
Bioshock Infinite ist keine direkte Fortsetzung der ersten beiden Teile, hat aber dennoch viele Parallelen: Das betrifft vor allem die Art des ambitionierten Geschichtenerzählens und den Wunsch der Macher, eine vollkommen eigenständige und neuartige Welt zu erschaffen.
In knapp mehr als zwei Wochen kehrt mit Max Payne einer der bekanntesten Third-Person-Shooter-Helden zurück. Entwickler Rockstar verspricht dabei jede Menge Action und eine spannende Film-Noir-Story.
May Payne in Brasilien? Geht das, darf man das? Sao Paulo ist schließlich nicht New York City und Max Payne ist so typisch für die Stadt am Hudson River wie Bagels, Central Park und Broadway. Und überhaupt: Film Noir - in der Sonne? Fans der Vorgänger werden möglicherweise stöhnen, schließlich können Spielefans konservativer sein als Tea-Party-Anhänger in Texas.
Wer sich grundsätzlich beruhigen lässt, dem sei versichert: Es funktioniert. Ganz wunderbar noch dazu. Denn Max Payne ist kaputt wie eh und je. Nach den Geschehnissen der Vorgänger sind immerhin schon ein paar Jahre vergangen. Da blieb dem gebrochenen Ex-Cop nicht viel übrig, als Platz an der Bar zu nehmen und sich aller Probleme dieser Welt auf flüssige Art und Weise zu entledigen.
So ist Max auch nicht besonders motiviert, sich vom Barhocker zu erheben, als eines Tages sein alter Polizei-Bekannter Raul Passos aufkreuzt und versucht, Max zu überreden, mit ihm nach Brasilien zu kommen. Payne lehnt ab und bestellt sich lieber noch einen Drink.
Allerdings muss es sich Max nach einem eher unglücklichen Zusammentreffen mit einer Gruppe von Nachwuchs-Mafiosi anders überlegen, da er einen von ihnen erschießt. Was dessen Mafia-Boss-Daddy wiederum nicht gut findet und Jagd auf den Ex-Cop macht.
In Sao Paulo nimmt er also den Job an: Dabei ist er für den Schutz einer einflussreichen wie vermögenden Familie zuständig. Doch was macht man im Krimi-Normalfall mit mächtigen und reichen Familien? Richtig, man entführt jemanden. Und prompt gerät Max in den Mittelpunkt dieser Geschichte, da es natürlich zu seiner Aufgabe wird, die verschleppte Frau Fabiana zu finden und zu befreien.
Mehr wollen wir an dieser Stelle nicht über die Story verraten. Rockstar verspricht bei Max Payne 3 immerhin eine spannende Geschichte, die übrigens deutlich bodenständiger ist als jene der Vorgänger.
Zum Teil hat diese Arbeit aber Rockstar selbst übernommen: Bei der weit fortgeschrittenen, aber noch nicht ganz finalen Version, die wir zur Probe spielen durften, wurden viele Story-relevante Passagen herausgeschnitten, um ja nicht zu viel zu verraten. Zudem zockten wir bei der knapp zweistündigen Max-Payne-3-Session nicht von Beginn an, sondern zeitlich unterschiedliche Passagen.
Film Noir in der Sonne?
Die Atmosphäre des neuen Schauplatzes Brasilien ist natürlich gänzlich anders als die düsteren Straßenschluchten New Yorks. Das Film-Noir-Feeling leidet allerdings nicht darunter: Wer das erste Mal in die Favelas Sao Paulos kommt, merkt recht schnell, dass das Bikini- und Karneval-Brasilien hier nicht zu finden ist. Trostlosigkeit, Müll und Verbrechen zeichnen nicht gerade ein Postkarten-würdiges Bild der größten Stadt des Landes.
Unser Ausflug in die Slums, der aus einem späteren Teil des Spiels stammt (zu erkennen an der Glatze des Helden), wird von Ermunterungen der Rockstar-Vertreter begleitet, man möge doch kurz einmal das Ballern einstellen und sich die Gegend anschauen. Und tatsächlich lohnt sich die Pause. Die Grafik ist beeindruckend detailreich, wenn man hinter den Blechhüten die moderne Skyline erkennt, dann hat man tatsächlich das Gefühl, sich auf einem anderen Planeten zu befinden.
Apropos Grafik: Die Animationen des Spiels sind phantastisch. Gegner greifen auf die getroffene Stelle, taumeln oder fallen physikalisch korrekt auf die Seite, man spürt geradezu die Wirkung der verschossenen Projektile. Dabei gleicht kaum eine Animation der anderen.
Ein ähnliches Lob muss man der Künstlichen Intelligenz aussprechen: Die Bösewichte agieren derartig gefinkelt, so dass man immer wieder in Situationen gerät, die definitiv anders geplant waren. Die Gegner lenken nämlich geschickt ab, flankieren den Spieler und das alles wenn man sich gerade hinter einer Deckung gemütlich gemacht hat und glaubt, dort sicher zu sein.
Natürlich weiß sich Max Payne auch zur Wehr zu setzen: Dabei ist die für die Reihe typische Zeitlupenfunktion, die so genannte "Bullet Time", das wichtigste Gameplay-Element. Was auch kein Wunder ist, schließlich ist es auch jene Funktion, mit der die Max-Payne-Reihe auch berühmt wurde.
Hammer Time? Bullet Time!
Die Bullet Time steht in zwei unterschiedlichen Ausführungen zur Verfügung: Zum einen kann sie "aus dem Stand" aktiviert werden, zumindest wenn die entsprechende Abschuss-Leiste gefüllt ist. Die Bullet Time kann allerdings auch jederzeit ausgelöst werden, indem man auf Knopfdruck einen Hechtsprung macht. Das kann man so oft machen wie man will, zumindest in der Theorie: Denn Hindernisse wie Wände unterbrechen die Zeitlupen-Ballerei. Außerdem sollte man aufpassen, dass man nicht irgendwohin segelt, wo einem ein harter Aufprall droht, etwa aus einer höhergelegenen Etage.
Die Gefechte spielen sich insgesamt sehr gut und flüssig, allerdings sollten nur Controller-Profis und Feinmotoriker auf die (mehrstufige) Zielhilfe verzichten, da sich die Steuerung gelegentlich etwas fummelig anfüllt, was aber sicherlich auch Gewöhnungssache ist.
Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass Rockstar wieder einmal auf eine deutsche Synchronisation verzichtet. Das ist zwar schade für alle, die des Englischen nicht ganz so mächtig sind, alle anderen können aber eine absolut hochwertige englische Sprachausgabe erleben. Die portugiesische Sprache wird im Übrigen nicht übersetzt, es gibt dazu auch keine Untertitel. Das soll das Gefühl verstärken, dass sich Max in einem absolut fremden Land befindet und entsprechend auch kein Wort versteht.
Für die Qualität der Sprachausgabe sorgt insbesondere Hauptdarsteller James McCaffrey, der vor allem als Jimmy Keefe in der TV-Serie "Rescue Me" bekannt geworden ist. McCaffrey lieh schon in den ersten beiden Teilen Max Payne seine charakteristische Stimme, dieses Mal gestalteten die Entwickler das Gesicht des Protagonisten nach dem Antlitz des Schauspielers, was auch bestens gelungen ist.
Fazit:
Max Payne 3 ist der erste Teil, der nicht von Remedy Entertainment umgesetzt wird. Dafür ist nun Rockstar Games verantwortlich, bisher haben die GTA-Macher nur als Publisher fungiert. Allerdings müssen sich Fans der beiden ersten Teile keine Sorgen um ihren Liebling machen: Denn wenn es einem Spielestudio gelingt, eine würdige Fortsetzung zu erschaffen, dann den Gangster-Spezialisten von Rockstar.
Nach allem, was wir bisher gesehen haben, kann man davon ausgehen, dass Max Payne 3 eine absolut würdige zweite Fortsetzung wird. Davon überzeugen kann man auf Konsolen sich ab dem 18. Mai (Xbox 360 und PlayStation), die PC-Fassung folgt etwa zwei Wochen später am 1. Juni.
Anfang März tauchten erstmals Hinweise auf, dass der Steam-Betreiber eine eigene Konsole plant, diese wurden von Valve-Marketingchef Doug Lombardi aber schnell dementiert. Nun werden die Gerüchte durch eine Stellenausschreibung erneut angefacht.
Auf der offiziellen Firmenseite von 'Valve' sucht das Unternehmen derzeit einen Techniker ("Electronics Engineer"), der unter anderem Erfahrungen mit Prototypen haben soll. In der Einleitung der Stellenausschreibung heißt es, dass sich bei Valve seit Jahren alles um Software drehe, die ein "großartiges Gameplay-Erlebnis" biete.
Nun aber, so heißt es in der Stellenausschreibung weiter, entwickelt Valve auch Hardware, die diese Gameplay-Erlebnisse verbessern soll. Der Bewerber soll die Chance bekommen, gemeinsam mit einem motivierten Team an "Hardware-Design, Prototypen, Tests und Produktion" zu arbeiten. Vor kurzem noch hatte Valve jegliche Konsolen-Pläne dementiert, zumindest für die nähere Zukunft. Nun dürften die Spekulationen erneut aufflammen, da man außerdem noch Firmware-Techniker sucht.
Ursprünglich hatte es geheißen, dass Valve gemeinsam mit externen Hardware-Partnern eine "Steam Box" genannte Konsole entwickeln soll. Gerüchten zufolge sollte das Gerät mit einer Core-i7-CPU, acht Gigabyte Arbeitsspeicher und einer GPU von Nvidia daherkommen.
Dem hatte das Unternehmen aber widersprochen und die in diesem Rahmen durchgesickerten Bilder mit Tests des bereits länger bekannten "Steam Big Picture Mode" erklärt. Diese Option soll künftig die Nutzeroberfläche der Valve-Spieledownload-Plattform Steam für TV-Geräte mit großen Displays optimieren.
Valve-Marketingchef Doug Lombardi gab damals allerdings auch zu, dass man im Zuge der Entwicklung des Big Picture Mode eigene (PC-)Boxen gebaut habe, mit denen die neuen Funktionen getestet werde. Diese dienen aber auch für "unterschiedliche Experimente", etwa mit "biometrischem Feedback".